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Vor der Carbidproduktionshalle v. l.: Jürgen Franke, Stoffstrommanager der AlzChem AG, Karin Arz, Arz Communications, Dr. Ingo Sartorius, Geschäftsführer der PlasticsEurope Deutschland e. V., Josef Oberbauer, Betriebsleiter der Carbidproduktion der AlzChem AG, Dr. Josef Ertl, Vorsitzender der PlasticsEurope Deutschland e. V. und Geschäftsführer Vinnolit GmbH & Co. KG, Dr. Zdenek Hruska, SOLIVINGmbH & Co. KG, Arjen Sevenster, Technischer Direktor ECVM, Ulrich Schlotter, Projektleiter BKV GmbH und Michael Vetter, Geschäftsführer REWINDO.

Experten des PVC Recycling und der Kunststoffverwertung besuchten die AlzChem AG in Hart/Unterneukirchen

Recycling und Kunststoffverwertung in der chemischen Industrie – das war das Thema der Experten bei einem Besuch bei der AlzChem AG in Hart im April. Eine Gruppe von Spezialisten, angeführt vom Projektleiter Ulrich Schlotter von der BKV GmbH, informierten sich zu den neuesten Entwicklungen in Hart. Standort- und Produktionsleiter Dr. Klaus Holzrichter und Technikleiter Josef Salzinger stellten den Gästen gerne die AlzChem AG vor und zusammen mit Betriebsleiter Josef Oberbauer und Stoffstrommanager Jürgen Franke beantworteten sie die Fragen der Gäste. Das laufende Forschungsprojekt zur stofflichen Verwertung von PVC im Carbidofen wurde vom Projektleiter Johann Fasenacht vorgestellt. Das Interesse für die aktuellen Projekte HEAT und PVC war groß.

AlzChem hat ein neuartiges Verfahren für die Wiederverwertung von Altkunststoffen entwickelt. Sie stellt aus den Kunststoffbasierten Kohlenstoffträgern (KBK) Karbid her, einen wichtigen Grundstoff, auf dem viele Produkte der chemischen Industrie basieren. Fünf Jahre lang haben die Spezialisten im Unternehmen an dem neuen Verfahren gearbeitet, dass es nun möglich macht, Koks und Kohle teilweise durch Altkunststoffe zu ersetzen. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Altkunststoffe spezifische Anforderungen erfüllen müssen. So darf beispielsweise der Chlorgehalt des Inputmaterials zehn Prozent nicht übersteigen. Auch die physikalische Form spielt eine wichtige Rolle. Derzeit kann der Betrieb dreidimensionale Kunststoffabfälle, Pellets oder anpelletiertes Material verarbeiten, zu fein und leicht darf es nicht sein. Insbesondere Stoffströme aus dem gewerblichen und industriellen Bereich eignen sich für den Einsatz im Karbidofen.



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